Elemente der didaktisch-methodischen Analyse (Einecke)

 

  Verschriftlichung im Stundenentwurf nur in gezielter, stundengemäßer Auswahl

 

         Begründung der Wahl des Unterrichtsgegenstandes und des Themas

       Legitimation von den Richtlinien her

       Herleitung aus dem Reihenzusammenhang, der Lernlaufbahn der Schüler, den Schülerinteressen

       konkrete Lernvoraussetzungen: Vorkenntnisse, eingeübte Verfahren, Lektürestand etc. - gezielt zum Gegenstand der Stunde

 

         Bildungsgehalt

      Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung

      exemplarische Bedeutung

      Zugänglichkeit von Thema und Gegenstand-

      Darstellbarkeit (Medien)

      Motivation und Ansätze im Schülerhorizont

      Struktur des Gegenstands, thematische Struktur

 

         didaktische Schwerpunktsetzung

       Einbettung des Gegenstandes in eine „natürliche Lernumgebung“ und/oder einen möglichst realen Erfahrungskontext (im Rahmen von Schule zumeist durch Begegnung mit authentischen Texten und Materialien oder durch Simulation)

       Analyse der Verwendungssituationen und -kontexte (bes. für Sprachreflexion und Textproduktion)

       genauere Sachanalyse: Text- und Materialanalyse; Problemanalyse; Kontextanalyse; Begriffsklärungen

       sinnvoll verwendbare fachwissenschaftliche Methoden (z.B. Verfahren der Textanalyse, literatursozio­logisches Verfahren, kritisch-hermeneutische Verfahren, Verfahren der Sprachanalyse, Verfahren der Textproduktion...)

       sinnvoll anwendbarer fachdidaktischer, d.h. literatur-, schreib- oder sprachdidaktischer Ansatz sowie fachdidaktischer Ansatz wie z.B. musischer, emanzipatorischer, medien­kundlicher, problemorientierter, handlungsorientierter, kreativer.... Deutschunterricht

 

         didaktische Reduktion (zentraler Planungsschritt!):

       Beschränkung des Umfangs und Festlegung der  Ziele mit Blick auf die Klasse

       Intentionen;  Lernziele (konkretisiert/operationalisiert; c. 5-7 je 45’) - ihre Begründung

       sinnvoller thematischer Ausschnitt, Textausschnitt, Materialzuschnitt - Portionierung des Stoffs

       möglichst Einsatz authentischer Materialien: Mit ihrer Komplexität zielen sie auf Schülerinnen und Schüler als ganze Mensche, d.h. Kopf, Herz und Hand. – Die didaktische Reduktion soll also nicht so weit gehen, dass sie alle Schwierigkeiten im Umgang mit realen Texten und Materialien ausklammert und nur auf die Ausprägung von Teilkompetenzen angelegt ist.

       Festlegung: das Neue, der Lernstoff (Inhalte, Verfahren, Begriffe...)

       Erweisbarkeit und Überprüfbarkeit der Ergebnisse

       erwartbare Schwierigkeiten und notwendige Hilfen

 

         Prozessstruktur

       Lehr- und Lernprozess  -  Lern- und Erkenntnisweg

       Phasenstruktur: Entscheidung der Phasen einer Stunde / Sequenz

       inhaltlich-gedankliche - lernpsychologische - sachlogische Entwicklung

       Wechsel von: Erfahrung - Erarbeitung - Reflexion - Anwendung - Übung etc.

       Sicherung der Ergebnisse; Zwischenbilanzen; Endergebnis…

       Festlegung : Neueinführungen (Begriffe, Methoden, Inhalte...) - Wiederholung - Übung - Hausaufgaben

 

         methodische Entscheidungen

       Organisationsformen - Interaktionsformen - Handlungsstruktur

       Lehr- und Lernverfahren

       Arbeits- und Sozialformen - Schüler- und Lehreraktivitäten

       Arten der Gesprächsführung

       Markierung von Phasenwechsel, Bilanzierung und Neuaufbau von Lernsituationen

       Arten des Umgangs mit Texten

       Arten der Auftragsvermittlung, der Impulse und Fragen - Vor-Formulierung von Aufträgen

       Formen der Eigentätigkeit, der Arbeit unter Anleitung

       Rezeptions- und Produktionsmethoden

       Medieneinsatz, Tafelbild / -text und Schülerverhalten

       Formen der Sicherung und Vergabe der Hausaufgaben: Inhalte - konkrete Operationsverben

© G. Einecke - www.fachdidaktik-einecke.de