Planung von
Deutschunterricht: Literatur- und Sprachunterricht
Fachliche Zielsetzung
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literarische und mediale |
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Texte |
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verstehen
+ verfassen |
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fiktionale und
nichtfiktionale |
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Wir haben es im Deutschunterricht mit Gegenständen auf der fachlichen
Ebene zu tun: Sprache, sprachliche,
rhetorische, stilistische Mittel ... - Literatur und Medien, Textsorten,
Genres, textgestaltende Mittel ... - geschichtliche Prozesse,
Wahrnehmungsmuster, ... - Methoden und Begriffe
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Und wir haben es mit Gegenständen auf der allgemein-inhaltlichen
Ebene zu tun: menschliche und gesellschaftliche
Vorgänge - grundlegende Probleme aus Alltags- und Welterfahrung: Ich -
Mitmenschen - Natur - Kultur - Technik ... (s. „Schlüsselprobleme“ in den
Lehrplänen)
A) Zu einer Stunde bedarf es einer
doppelten Thema-Analyse:
B) Und es bedarf der konkreten Text- und
Materialanalyse:
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Analyse der Sachstruktur - zum Beispiel:
Tempora
im Deutschen
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Tempus,
Tempora Zeitformen gram. Kategorie Präsens, Perfekt, Präteritum, Plusquamperfekt,
Futur ... |
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Zeiten Zeitstufen Anschauungskategorie: zeitliche
Sprecher-/Schreiberperspektive Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft |
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Zeitfolge Zeitverhältnisse syntaktische Funktion Gleichzeitigkeit, Vorzeitigkeit,
Nachzeitigkeit normativ nur: „nachdem“-Sätze (Gliedsatz ← Hauptsatz) Plusquamperfekt ←
Präteritum / Perfekt ← Präsens |
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speziell: Perfekt - Präteritum
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Zeitaspekte semantische Funktion (Bezug zum Vorgang): Perfekt - Abgeschlossenheit
eines Vorgangs (perfektiv) Präteritum - Dauer, Andauern,
Unabgeschlossenheit (imperfektiv), in der
Vergangenheit ablaufend ↕ ? traditionell: Perfekt = Nähe des Geschehens
zur Sprechergegenwart Präteritum = Distanz zur Sprechergegenwart |
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Funktionen der
Tempora kontextuelle und pragmatische
Funktion Perfekt = Vergangenheitstempus
der Mündlichkeit: mündliches
Erzählen, narrative Dialogpassagen, Erlebniserzählung
- eher Ich-Form Präteritum = Vergangenheitstempus der
Schriftlichkeit: schriftliches
Erzählen - eher Er-Form, Bericht,
Protokoll (soweit nicht im Präsens) (z.T. nach: Menzel. In: PD
SH Grammatik 1995) |
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Material zur Einheit:
Die Funktion der
Zeitstufen in mündlichen und schriftlichen Berichten (W. Greiß)
(1) Zeugenaussage der Hausfrau Martha 0.:
. . . „Erst haben sie in den Kassetten rumgewühlt. Dann haben sie
leise miteinander geredet. Was, habe ich nicht verstanden. Der eine hat sich so
halb vor den andern gestellt. Aber ich habe doch gesehen, wie der Kleinere zwei
Kassetten unter den Pullover gesteckt hat. Und da ist dann dieser Herr gekommen
...“
(2) Aus dem schriftlichen Bericht des
Hausdetektivs an die Leitung der Firma:
Am 14.1.2003 bemerkte ich um 10.00 Uhr
zwei etwa vierzehn und sechszehn Jahre alte Jungen in
der Musikabteilung des Kaufhofs an Stand 3, deren Verhalten mir auffällig
erschien. Ich beobachtete, wie der Ältere auf den Jüngeren einredete und sich
hinter ihn stellte; er deckte ihn so gegen Sicht, während der Jüngere sich an
den Kassetten zu schaffen machte. ....
(3) Aus der Vernehmung des Peter Mohr
(14 Jahre):
... „und da habe ich die zwei irren Hits in dem Stapel
gefunden und habe mein Geld gezählt. Aber das hat nicht gereicht. Da hat der
Udo auch noch zu mir gesagt, er hat mal im Fernsehen gesehen, wie zwei Jungen sowas gedreht haben ...“
(4) Aus der Fortsetzung des schriftlichen
Berichts des Hausdetektivs:
Als der Jüngere zwei Kassetten unter
seinen Pullover gesteckt hatte, begab ich mich sofort dorthin. Nachdem ich bei
ihnen angelangt war, stellte ich sie zur Rede. Sie gaben den Diebstahl sofort
zu. ....
(5)

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