Unterrichtsentwurf des Studienreferendars Christian Roussel
zum 4. Unterrichtsbesuch im Fach Deutsch
1. Datenvorspann
Datum: 16. Januar 2003
Schule:
Fach: Deutsch
Kurs: GK 11
Zeit: 11:30-12:15h
Raum:
2.
Didaktische Schwerpunktsetzung
2.1 Thematik
Thema
der Reihe: Das
Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft in Bertolt Brechts Schauspiel
„Leben des Galilei“
Thema
der Stunde: Einführung
in die Kommunikationsanalyse nach Schulz von Thun – die Beziehungslosigkeit im
Gespräch zwischen Galilei, Sagredo und dem Kurator (3. Szene)
Thema der vorausgegangenen Stunde: Galilei in seiner Zeit und Brechts Konzeption der Figur in der 1. Szene
Thema der nachfolgenden Stunde: Vertiefung zur Gesprächsanalyse: Thesen und Argumente – der Methodenstreit in der 4. Szene
Hausaufgabe zu dieser Stunde: Die Schüler informieren sich über die Kommunikationsregeln von Paul Watzlawick (Wiederholung aus dem letzten Jahr) und lesen markierend die dritte Szene.
Die
21 Schüler[1]
des Kurses beschäftigen sich seit 4 Unterrichtsstunden mit dem Schauspiel
„Leben des Galilei“. Im Zentrum steht das Verhältnis von Wissenschaft und
Gesellschaft. Diese Thematik wird schrittweise erschlossen: In einer ersten
Phase wird die Problematik chronologisch am Text erschlossen werden, wobei
allerdings nicht jede Szene eingehend behandelt wird. In einer zweiten Phase
soll die Perspektive ausgeweitet werden, indem zum einen der gesamte Text anhand
übergreifender Themen (Wissenschaft und Kirche, Wissenschaft und soziale
Verantwortung etc.) in den Blick genommen wird und zum anderen weitere
(fiktionale und nichtfiktionale) Texte hinzugezogen werden, die aus
verschiedenen (auch aktuellen) Perspektiven eine Ergänzung und Erweiterung des
zentralen Dramenthemas darstellen.[2]
Auch
in der ersten Phase, in der sich der Kurs befindet, ist nicht auf
Zusatzmaterialien verzichtet worden. Diese dienen dem Hintergrundwissen, das für
ein Verständnis des Dramas unabdingbar ist. So haben sich die Schüler in der
ersten Stunde mit den beiden Weltsystemen von Ptolemäus und Kopernikus beschäftigt.[3]
In der zweiten Stunde ist die Konkurrenz der beiden Systeme in der ersten Szene
des Dramas nachvollzogen worden. Die historische Figur Galileo Galilei und das
Italien des 17. Jahrhunderts haben die Schüler (über Referate) in der sich
anschließenden Doppelstunde in den Blick genommen.[4]
Auch hier ist wieder der direkte Bezug zum Drama hergestellt worden, indem die
Schüler Brechts Konzeption der Figur in der ersten Szene untersucht haben.
In
der heutigen Stunde soll der Textbezug verstärkt und durch einen methodischen
Aspekt – die Einführung in die Kommunikationsanalyse nach Schulz von Thun -
ergänzt werden.
Der
insgesamt recht motivierte Kurs (14 Schülerinnen und 7 Schüler) wird von mir
seit Mitte November unterrichtet (Unterrichtsreihe „Lyrik der Neuen
Subjektivität“). Im gesamten Halbjahr ist – bedingt durch Betriebspraktikum
der Schüler und Klausurphasen – viel Unterricht ausgefallen, so dass die
Vorbereitungszeit auf die Klausuren nur sehr knapp bemessen war.[5]
Das Leistungsniveau des Kurses kann als durchschnittlich bezeichnet werden,
wobei auffällt, dass die Jungen sehr zurückhaltend sind.
2.3
Didaktische Entscheidungen
Das
Gespräch in der dritten Szene zwischen Priuli, dem Kurator der Universität
Padua, auf der einen Seite und Galilei und seinem Freund Sagredo auf der anderen
Seite (vgl. S. 30, Z. 35 bis S. 32, Z. 30)[6]
bietet eine gute Basis, um das Verfahren der Gesprächsanalyse einzuführen und
einzuüben. Die Textstelle ist überschaubar und bietet dennoch – auf Grund
ihrer Dramatik – genug „Stoff“ für eine eingehende Analyse.
Die
Schüler werden zunächst an das Gespräch herangeführt, indem sie den Inhalt
der dritten Szene in den Handlungszusammenhang einfügen. Dabei dürfte deutlich
werden, dass das Auftreten des Kurators und der anschließende Diskurs mit
Galilei und Sagredo die entscheidende Stelle in der dritten Szene darstellt, da
er dafür sorgt, dass Galilei und Sagredo in ihren Forschungen unterbrochen
werden und, nach seinem Abgang, dem Gespräch der beiden eine völlig neue
Richtung gibt.
In
der anschließenden Problematisierungsphase sollen die Schüler eine
Arbeitshypothese zur Kommunikationsstruktur des Diskurses erstellen. Um den
Fokus auf den Kommunikationsaspekt zu lenken werden die Schüler mit dem ihnen
bekannten Zitat „Man kann nicht nicht kommunizieren“ von Paul Watzlawick konfrontiert. Das Zitat
fungiert als Irritationsmoment, um eine Abstraktion von der Inhaltsebene zu
erreichen (Impulsfrage: Was hat das Zitat mit dem Gespräch zwischen Galilei und
dem Kurator zu tun?). Es zeigt sich, dass auch ein misslungenes Gespräch
Kommunikation ist. Eine mögliche Arbeitshypothese wäre also, dass die Personen
aneinander vorbeireden.
Um
nun diese Hypothese überprüfen zu können, bedarf es geeigneter Analysemittel.
Die Schüler können dabei auf ihr Wissen aus dem Beginn des Schuljahres, wo sie
die Kommunikationsregeln Watzlawicks kennen gelernt haben, zurückgreifen.
Dieses Wissen wird nun von mir erweitert, indem ich den Schülern die vier
Seiten einer Nachricht von Schulz von Thun vorstelle und an einem
Alltagsbeispiel (z. B. „Hier ist es kalt“) erläutere. Schulz von Thun hat
das Watzlawicksche Kommunikationsmodell erweitert, indem er den
Inhaltsaspekt (bei Schulz von Thun ‚Sachinhalt’ genannt) und den
Beziehungsaspekt durch die Funktionen Selbstoffenbarung und Appell ergänzt hat.[7]
Die Struktur des Modells ist sehr einfach, so dass sie am Overheadprojektor gut
darstellbar und erklärbar ist. Es bietet auf Grund seiner Einfachheit und
gleichzeitigen Komplexität eine gute Grundlage für die nun folgende
Textarbeit. Allerdings ist es sicherlich notwendig, die Gesprächsanalyse mit
diesem Modell zunächst an einem Textbeispiel durchzuspielen, da etwa der
Begriff „Selbstoffenbarung“ einigen Schülern Schwierigkeiten bereiten wird.
Um ein hohes Maß an Anschaulichkeit zu erreichen, habe ich ein Beispiel aus dem
Gespräch gewählt.[8]
Dieses kann dann auch später in der Vertiefungsphase miteinbezogen werden.
Die
nun folgende Erarbeitungsphase erfolgt arbeitsteilig in vier Gruppen. Die Schüler
bestimmen an einem auf einem Plakat befindlichen Zitat aus dem Text[9]
die vier Seiten dieser „Nachricht“. Die arbeitsteilige Herangehensweise gewährleistet
zum einen eine Konzentration auf die Fachmethode und zum anderen können so alle
wesentlichen „Stationen“ des Gesprächs bearbeitet werden.[10]
Für
die Präsentation werden die Plakate auf zwei Ebenen nebeneinander an die Tafel
geheftet, so dass die Aussagen der beiden Gesprächspartner voneinander
differenziert werden können und gleichzeitig die chronologische Abfolge der
Zitate dargestellt werden kann. Die Abfolge wird zusätzlich durch Pfeile
deutlich gemacht.[11]
Die einzelnen Gruppen stellen ihre Ergebnisse vor und gehen auf eventuelle Rückfragen
ein.
Die
Visualisierung durch die Anordnung der Plakate an der Tafel bietet nun eine gute
Grundlage, um von den Einzelzitaten wieder auf das gesamte Gespräch zu
gelangen. Die Schüler sollen nun in einem Kettengespräch ihre Arbeitshypothese
überprüfen und Galileis Verhalten bewerten. Als Anfangsimpuls für die
Diskussion möchte ich die provokante Feststellung „Bei jedem Zitat sind alle
vier Seiten enthalten – die Kommunikation ist also gelungen!“ setzen. Diese
Aussage lenkt den Fokus auf die Beziehung zwischen den Zitaten. Die Schüler können
erkennen, dass die Kommunikation misslingt, weil die Gesprächspartner
(insbesondere Galilei) nicht aufeinander reagieren. Dies wird besonders
deutlich, wenn man die Appellseite der Zitate betrachtet. Keiner der Appelle
wird von dem jeweils Angesprochenen befolgt. Bei den anderen Seiten lässt sich
ähnliches feststellen. Zum Teil wird noch nicht einmal der Sachinhalt wirklich
aufgegriffen. Galilei hat überhaupt kein Interesse an einer Klärung: er hat
sein Ziel (mehr Geld) erreicht, das Schicksal des Kurators interessiert ihn
nicht. Dies gibt er unumwunden gegenüber Sagredo zu, als dieser ihn nach Abgang
des Kurators fragt, ob Galilei über die holländischen Fernrohre Bescheid
wisse. Galilei antwortet knapp: „Natürlich“ (S. 33, Z. 1).
In
der Hausaufgabe können die Schüler das Ergebnis der Stunde auf produktive
Weise sichern, indem sie einen inneren Monolog des Kurators nach dem Diskurs mit
Galilei verfassen, der die Enttäuschung über das Verhalten Galileis deutlich
macht. Zusätzlich sollen sie die vierte Szene vorbereiten. Denn in der nächsten
Stunde soll die Methode der Gesprächsanalyse vertieft werden, indem die Schüler
die Thesen und Argumente des Methodenstreits der Wissenschaftler am Florentiner
Hof herausarbeiten.
Zusammen
mit der nächsten Stunde bietet die heutige Stunde eine methodische Vorbereitung
(Gesprächsanalyse als wichtiger Bestandteil einer Szenenanalyse) auf die nächste
Klausur.
3.
Ziele
Teilziele:
Die Schülerinnen und Schüler sollen ...
1.
die dritte Szene in den Handlungskontext einordnen, indem sie dem Kurzvortrag
eines Mitschülers zuhören: In der zweiten Szene hat Galilei der Stadt Venedig
das Fernrohr als seine Erfindung präsentiert und damit eine von Priuli , dem
Kurator der Universität Padua, vermittelte Gehaltserhöhung bewirkt. Mit dem
Eintreffen eines mit Fernrohren beladenen Schiffs aus Holland wird dem Kurator
klar, dass Galilei ihn und die Stadt betrogen hat, und er verlangt eine
Rechtfertigung von Galilei.
2. eine Arbeitshypothese zur Kommunikationsstruktur in dem Gespräch zwischen Galilei, Sagredo und dem Kurator erstellen, indem sie den Satz „Man kann nicht nicht kommunizieren“ auf das Gespräch beziehen: mögliche Arbeitshypothese: Sie reden aneinander vorbei.
3. ihr Vorwissen zu Kommunikationsmodellen reaktivieren, indem sie Watzlawicks wichtigste Kommunikationsregeln wiedergeben: Man kann nicht nicht kommunizieren. Jede Kommunikation hat einen Inhalts- (Informationen, Daten, Fakten) und einen Beziehungsaspekt (zwischenmenschliche Beziehung zwischen Sender und Empfänger). Jeder gewichtet Kommunikationsabläufe anders. Es gibt zwei Kommunikationsweisen, digitale (verbale) und analoge (nonverbale) Kommunikation. Kommunikationsabläufe sind symmetrisch (Austausch gleichartigen Verhaltens) oder komplementär (unterschiedliche Verhaltensformen).
4.
die vier Seiten einer Nachricht nach Schulz von Thun kennen lernen, indem sie
einem Lehrervortrag zuhören und das Modell an einem Alltags- und einem
Textbeispiel nachvollziehen: Jede Nachricht hat vier Seiten; sie enthält einen
Sachinhalt, eine Selbstoffenbarung, eine Beziehungsseite und einen Appell.[12]
5.
auf der Grundlage des Schulz von Thunschen Konzepts das Gespräch zwischen
Galilei, Sagredo und dem Kurator analysieren, indem sie arbeitsteilig (4
Gruppen) jeweils an einem ausgewählten Zitat die vier Seiten der
„Nachricht“ bestimmen.[13]
6.
die Analyse aller Zitate nachvollziehen, indem sie die einzelnen Ergebnisse am
OHP präsentieren bzw. den Präsentationen der Mitschüler folgen.
7.
Galileis Verhalten bewerten, indem sie (in Rückbezug auf ihre Arbeitshypothese)
die analysierten Zitate in Beziehung zueinander setzen: das Gespräch kann zu
keinem Ergebnis führen, da die Gesprächspartner auf keiner Ebene (Sachinhalt,
Appell, Beziehung und Selbstoffenbarung) aufeinander eingehen. Begründung aus
Sicht Galileis: Galilei hat sein Ziel erreicht (mehr Geld), alles andere
interessiert ihn nicht, und so geht er auf die Fragen und Anschuldigungen des
Kurators überhaupt nicht ein. Galilei hat das Vertrauensverhältnis zum Kurator
missbraucht, er hat kein Interesse am Schicksal des Kurators.
4.
Verlaufsplan
Phase, Zeit, Teilziel
|
Unterrichtsschritte / Unterrichtsinhalte
|
Unterrichtsformen / Medien
|
|
Einstieg
ca.
2‘ TZ
1 |
Begrüßung Ein Schüler stellt den
inhaltlichen Zusammenhang zwischen Szene 2 und 3 her. |
Schülervortrag
|
|
Problematisierung ca.
3’ TZ
2 |
Anhand des Zitats
„Man kann nicht nicht
kommunizieren“ erstellen die Schüler eine Arbeitshypothese über die
Kommunikationsstruktur in dem Gespräch zwischen dem Kurator, Galilei und
Sagredo. |
Schülerbeiträge
/ Tafel |
|
Wiederholung ca.
3‘ TZ
3 |
Die
Schüler reaktivieren ihr Wissen über die Kommunikationsregeln von Paul
Watzlawick. |
Schülerbeiträge
|
|
Präsentation ca.
3‘ TZ
4 |
Der
Lehrer stellt kurz Friedemann Schulz von Thuns Modell der vier Seiten
einer Nachricht vor und erläutert es an einem Alltagsbeispiel |
Lehrervortrag
/ OHP |
|
Vertiefung ca.
3’ |
Die
Schüler bestimmen (u. U. mit Hilfe des Lehrers) die vier Seiten einer
Nachricht an einem Beispiel aus dem Text. |
Gelenktes
Unterrichtsgespräch / Wandplakat |
|
Erarbeitung
ca.
11‘ TZ
5 |
Die
Schüler untersuchen in vier Gruppen an jeweils einem Textzitat aus dem
Gespräch zwischen dem Kurator, Galilei und Sagredo die vier Seiten der
Aussage. |
arbeitsteilige
Gruppenarbeit / Plakate |
|
Präsentation ca.
13‘ TZ
6 |
Die
einzelnen Gruppen stellen ihre Ergebnisse im Plenum vor - Kriterium für
zuhörendes Plenum: Überprüfung der 4 Botschaften |
Schülervorträge
/ Wandplakate |
|
Vertiefung ca.
6‘ TZ
7 |
Im
Rückgriff auf ihre Arbeitshypothese stellen die Schüler Bezüge zwischen
den einzelnen Zitaten her und diskutieren die Gesprächtaktik von Galilei.
(Impuls: „Bei jedem Zitat sind alle vier Seiten enthalten – die
Kommunikation ist gelungen!“) -
kurze exemplarische Textvertiefung: Überprüfung einer Textstelle,
an der tatsächlich ein Sprecher nicht an den Beitrag des Vorredners anknüpft
(Belegverfahren: Zitat + Erklärung) |
Kettengespräch
/ Impulsfrage Beobachtung
der Abfolge der Wandplakate: Sprünge im Gespräch |
|
Hausaufgabe ca.
1‘ |
1.
Die Schüler schreiben einen inneren Monolog des Kurators nach seinem
Gespräch mit Galilei, in dem er seine Gefühle und seine Meinung über
den Wissenschaftler zum Ausdruck bringt. 2.
Die Schüler bereiten die 4. Szene vor. |
|
5.
Literatur
Brecht,
Bertolt: Leben des Galilei. Schauspiel. Mit einem Kommentar von Dieter Wöhrle.
Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1998 (Suhrkamp BasisBibliothek; Bd. 1).
Graunke,
Sandra: Unterrichtsmodell Bertolt Brecht, Leben des Galilei. Hrsg. von Johannes
Diekhans. Paderborn: Schöningh, 2000 (EinFach Deutsch).
Hahnengreß,
Karl-Heinz: Lektürehilfen Bert Brecht „Leben des Galilei“. Stuttgart:
Klett, 132001.
Hallet,
Wolfgang: Bertolt Brecht, Leben des Galilei. Interpretationen. 2., überarbeitete
Auflage. München: Oldenbourg, 2000 (Oldenbourg Interpretationen; Bd. 51).
Richtlinien
und Lehrpläne für die Sekundarstufe II – Gymnasium/Gesamtschule in
Nordrhein-Westfalen. Deutsch. Hrsg. vom Ministerium für Schule, Wissenschaft
und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen. Veränderter Nachdruck. Frechen:
Ritterbach, 2000 (Schriftenreihe Schule in NRW; H. 4701).
Schulz
von Thun, Friedemann: Miteinander reden. Bd. 1: Störungen und Klärungen.
Allgemeine Psychologie der Kommunikation. Reinbek: Rowohlt, 1981.
Texte,
Themen und Strukturen. Deutschbuch für die Oberstufe. Hrsg. von Heinrich
Biermann und Bernd Schurf unter Beratung von Karlheinz Fingerhut. Berlin:
Cornelsen, 1999.
Wöhrle,
Dieter: Kommentar. In: Bertolt Brecht: Leben des Galilei. Schauspiel. Mit einem
Kommentar von Dieter Wöhrle. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1998 (Suhrkamp
BasisBibliothek; Bd. 1). S. 137-191.
6.
Anhang
6.1 Die vier Seiten einer Nachricht nach Friedemann Schulz von Thun (Folie)

6.2
Antizipiertes Ergebnis zum ersten Beispiel (Plakat / Vertiefungsphase)

6.3
Antizipierte Ergebnisse der Gruppenarbeit (4 Plakate)




6.4
Anordnung der Plakate an der Tafel (dort quer in 2 Zeilen: oben rot, unten
blau):

Text:

[Bertolt
Brecht: Leben des Galilei. Fft.: suhrkamp es 1. 1963, 29 f.]
[1]
Maskulinum in generischer Bedeutung.
[2]
Gedacht ist hierbei etwa an Texte zur aktuellen Gentechnikdebatte sowie an
einen Dramenvergleich mit Dürrenmatts „Die Physiker“ und Kipphardts
„Oppenheimer“. Vgl. dazu Richtlinien und Lehrpläne SII. Deutsch, S. 57.
[3]
Dabei wurde auf die Texte „Das ptolemäische Weltsystem“ und „Das
kopernikanische Weltsystem“ im Deutschbuch der Schüler zurückgegriffen.
Vgl. Texte, Themen und Strukturen, S. 52f.
[4]
Vgl. zu den „Hintergrunddaten“ insbes. Graunke: Unterrichtsmodell, S.
17f., 91, Hahnengreß: Lektürehilfen, S. 56-67, Hallet: Interpretationen,
S. 13-15, und Wöhrle: Kommentar, S. 137-141.
[5]
Das von mir in dieser Stunde eingeführte Kommunikationsmodell von Schulz
von Thun konnte aus diesen Gründen auch nicht – wie eigentlich von der
Fachlehrerin vorgesehen – in der ersten Unterrichtsreihe zu
Kommunikationsstörungen in Kurzgeschichten behandelt werden.
[6]
Zitate und Hinweise auf den Text werden im fortlaufenden Text in Klammern
angegeben. Dem Unterricht zugrunde liegt die Ausgabe der Suhrkamp
BasisBibliothek: Bertolt Brecht: Leben
des Galilei. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1998 (SBB; Bd. 1). Diese
Ausgabe bietet einen umfangreichen Kommentar und wertvolles
Hintergrundwissen, das von den Schülern zu Hause genutzt oder aber auch –
wie bei den in der letzten Stunde gehaltenen Referaten bereits geschehen –
im Unterricht eingebracht werden kann.
[7]
Vgl. Schulz von Thun: Miteinander reden. Bd. 1, S. 26-29, und die Folie im
Anhang.
[8]
Vgl. den Anhang bzw. Graunke: Unterrichtsmodell, S. 55.
[9]
Die Zitate des Kurators sind in einer anderen Farbe (rot) dargestellt als
die von Galilei und Sagredo (hell- und dunkelblau). Diese Visualisierung
erleichtert die Kontrastierung der Gesprächspositionen in der Präsentations-
und vor allem in der abschließenden Vertiefungsphase.
[10]
Zu den antizipierten Ergebnissen vgl. den Anhang.
[11]
Vgl. den Überblick über die Gesprächsentwicklung in Graunke:
Unterrichtsmodell, S. 56.
[12]
Vgl. das Schema im Anhang.
[13]
Zu den antizipierten Ergebnissen vgl. den Anhang.