Epochenumbruch 18. Jahrhundert

 

Höfische Welt:

Barock (1600 - 1720):           Absolutismus - Feudalismus  -  memento mori - carpe diem = Todesgewissheit – Sinnenlust

 

Rokoko (1730 - 1750):           Anakreontik“ - galanter Stil - Schäferlyrik, Idyllen - ästhetisches Spiel - Pointe, Witz

 

    

 

Bürgerliche Welt:

Aufklärung:                             Emanzipation - Rationalismus (Vernunft) - Naturgesetze - Kausalität

(1720 - 1780)                           Lessing, Kant, Rousseau, … - Franz. Revolution

     

Empfindsamkeit / Pietismus (religiös-schwärmerischer Naturbezug)

 

 

Sturm und Drang - ca. 1770 - 1790 (Maximilian Klinger: Dramentitel)

 

„Geniezeit“ ( Hamann, Herder, Lenz, Goethe, Schiller, ...)

 

Titanismus

gesteigertes Selbstbewusstsein, Kraft, Göttlichkeit, mythologische Überhöhung

Genie

„Originalgenie“, Künstler, Prometheus, Schöpfertum

Irrationalismus

Gefühl, „Fülle des Herzens“ (Stolberg), „Leiden des jungen Werther“ (Goethe), Subjektivität

Natürlichkeit

subjektiv-spontaner Naturbezug, mystische Überhöhung, pantheisti­scher Allbezug

Volk

Patriotismus, Volk als Urquell, Sprache, Volksdichtung (Volkslie­der)

Tyrannenhass

Revolte, „in tyrannos“ (Schiller: Die Räuber), Generationskonflikt, Vatermord

 

z.B. Goethes frühe Lyrik:

 

Erlebnislyrik: Unmittelbarkeit der Empfindung - „Ich“-Liebe-Natur

Hymnen:           - Freie Rhythmen, freie Strophik, Neologismen (Wortschöpfungen), Pathos

                             - Genie in der Ich-Erfahrung: Natur, Sturm, Nacht, Bewegung, Maßlosigkeit ...

                              - Genie im Mythos:

Prometheus:        Verselbstung in der Revolte, als Schöpfer

Ganymed:            Entselbstigung durch Vereinigung mit göttlicher Natur

Ballade:          Erlkönig (Volksballade)

 

    

Klassik(1780 - 1830): Idealismus - Autonomie durch Selbstbildung - Harmonie durch Form und Maß –

                                         Humanität, Sittlichkeit - (unpolitisches) Weltbürgertum

 

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