(Angela
Franke, Thomas Lange, Kirsten Stegh) Regie Joseph Vilsmaier Buch Robert Schneider
(I) (also novel)
http://german.imdb.com/Title?0114354
„Schlafes Bruder“: Medientextvergleich eines Künstlerromans - kurz
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Sequenzen
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Sozial-form
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Unterrichtsschritte
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Materialien/Medien
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Imaginationen
zur literarischen Vorlage und Analyse der narrativen Mittel |
LV / EA / UG EA / UG |
Thema: Das Hörwunder in der literarischen Vorlage 1.
Imaginationen
zum Text 2.
Untersuchung
der Sprache des Textes |
Robert Schneider: „Schlafes Bruder“,
S. 34-39: „Das Wunder des Hörens“ Tafel |
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Analyse der
filmischen Gestaltung des Hörwunders durch das Mittel der Montage |
EA / UG EA SB / UG EA SB / UG Arbeitsteilige GA Arbeitsteilige GA SV / UG EA (arbeitsteilig nach a und
b) UG |
Thema: Das Hörwunder in der filmischen Umsetzung 1.
Erste Präsentation der Filmsequenz: -
Vertonung der Filmsequenz
(I) -
Erste Präsentation der
Filmsequenz als Ganzes (II) Beobachtungsaufträge zu II: a) Eindrücke und Auffälligkeiten b) Unterschiede zur literarischen Vorlage und zu den
Schüler-Imaginationen 2.
Sammelphase 3.
Zweite Präsentation der Filmsequenz Beobachtungsauftrag: Unterscheiden der verschiedenen Erzählstränge 4.
Sicherung der Zwischenergebnisse 5.
Dritte Präsentation der Filmsequenz Beobachtungsaufträge zu
den einzelnen Handlungssträngen: a) Handlungsverlauf b) Filmische Mittel c) Wirkung 6.
Analyse der einzelnen Handlungsstränge 7.
Präsentation der Ergebnisse der Gruppenarbeit 8.
Erneute Präsentation der Filmsequenz zur Beobachtung der
Schnitttechnik Beobachtungsauftrag: a) Komposition der Erzählstränge b) Länge der Sequenzen 9.
Zusammenführung der Ergebnisse: Die Bildsprache des
Hörwunders Hausaufgabe: Vergleichende Analyse des ‚Hörwunders’ in „Schlafes Bruder“
und der Schaffenskrise Grenouilles im „Parfum“ |
Filmsequenz: „Das Wunder des Hörens“ Tafel Filmsequenz Tafel Filmsequenz Filmsequenz; Fachbegriffe zu Montagetechnik und
Tontechnik Folie / OHP Filmsequenz |
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Anwendung der filmischen
Montagetechnik: Entwicklung eines Storyboards
zur Schaffenskrise Grenouilles im Roman „Das
Parfum“ |
UG UG EA UG |
Thema: Vergleich der Künstlerromane anhand einer
ausgewählten Textstelle 1.
Vergleichende Analyse des ‚Hörwunders’ in „Schlafes Bruder“ und der
Schaffenskrise Grenouilles im „Parfum“ 2.
Gemeinsam formuliertes Resümee 3.
Arbeitsauftrag: Symbole zur Darstellung
der Geburt / der neuen Ebene des Schaffens 4.
Sammeln der Ergebnisse Hausaufgabe: Ideensammlung durch Mindmap zu einer
möglichen filmischen Umsetzung der Schaffenskrise im Parfum |
Textauszug „Parfum“ und
Vergleichstabelle (AB) Tafel |
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LV und Ss-Referate GA GA |
Thema: Entwicklung eines Storyboards 1.
Prinzip und Verfahren zur Entwicklung
eines Storyboards 2.
Entwicklung eines Storyboards;
Vorbereitung der Präsentation auf Pappen 3.
Fertigstellen der Storyboards
und Vorbereitung auf die Präsentation |
AB auf Folie AB auf A3-Kopien |
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SV / UG |
Thema: Präsentation und Diskussion der
verschiedenen gestalterischen Umsetzungen -
Präsentation der Schülerprodukte und vergleichende Diskussion -
ggf. gemeinsamer Kinobesuch des Films zum Roman |
A3-Kopien |
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Reihenplanung der StRef.’ Kirsten Stegh , Thomas Lange, Angela Franke
- FS Deutsch März 2003 -
I. Datenvorspann
Fach: Deutsch
Kurs/Klasse:
GK 11
Gesamtzeit:
ca. 8-10 Ustd.
II. Thematik
Thema der
Reihe:
Filmanalyse
„Schlafes Bruder“: Medientextvergleich eines Künstlerromans
III. Reihenplanung
Einbettung der Sequenz in die Reihe:
Wie aus dem
Reihenthema ersichtlich wird, soll der Film „Schlafes Bruder“ im Vergleich mit
seiner literarischen Vorlage, dem gleichnamigen Roman von Robert Schneider,
analysiert werden. Schwerpunktmäßig sollen Film und literarischer Text als Künstlerroman (bzw. als Verfilmung eines
solchen) untersucht werden. Dieser Aspekt soll speziell in der von uns
entworfenen Sequenz – „Geburt des Künstlers“ -
thematisch fokussiert werden, während er bis zu diesem Zeitpunkt zwar
nicht im Vordergrund stehen, von den Ss aber als relevant für das Verständnis
von Film und Roman erkannt worden sein sollte. Da den [fiktiven] Ss der Begriff
des Künstlerromans aus der 11.1, in deren Verlauf er im Zusammenhang der
Analyse des Romans „Das Parfum“ von Süßkind zur Sprache gekommen ist, bekannt
sein müsste, dürfte seine Anwendung hier kein größeres Problem darstellen.
Vor der hier
zu planenden Sequenz sollten sowohl der Film schon
einmal vollständig gesehen als auch der Roman gelesen worden sein. Die
Rahmenhandlung des Romans sollte anhand der Personenkonstellation erschlossen
worden sein. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Dreiecksbeziehung
Elias-Elsbeth-Peter. Anschließend sollten die Ss sich mit den Grundbegriffen
der Filmanalyse vertraut machen und diese auf die Geburtsszene am Anfang des
Filmes angewendet haben. Außerdem soll die Wirkung dieser Szene analysiert und
mit der Wirkung bzw. Wirkungsweise des entsprechenden Romankapitels (4. Kap.)
verglichen worden sein.
Das im Roman
im 6. Kapitel dargestellte ,Hörwunder’ lässt sich als
Elias’ zweite Geburt verstehen, seine Geburt als Künstler. Analog zur
Untersuchung der Darstellung seiner natürlichen Geburt sollen filmische und erzählerische Techniken und ihre jeweilige Wirkung
behandelt werden. Der Schwerpunkt liegt hier auf der filmischen Montagetechnik, die mit den von Schneider angewandten
literarischen Mitteln der Synästhesie und der Akkumulation verglichen wird. Die
Technik der Montage soll nach einer Phase der Analyse produktiv genutzt werden,
indem die Ss ein Storyboard anfertigen (Näheres
hierzu s. Verlaufsplanung).
Im
Anschluss an ,unsere’ Sequenz wird Elias‘ Entwicklung
als Künstler weiter verfolgt werden, wobei die ,Orgelwunder’-Szene
– der Höhepunkt der künstlerischen Entwicklung Elias‘– in einer der Geburts-
und der ,Hörwunder’-Szene entsprechenden medientextvergleichenden Weise untersucht werden soll. Den
Abschluss der Reihe bildet die Untersuchung seines Todes; Hier bietet sich der
Versuch einer Gesamtinterpretation von Film und Roman an, da der Tod bereits in
deren Titel, nämlich als „Schlafes Bruder“, apostrophiert wird.
IV. Sachanalyse
Der Textauszug
aus dem 6. Kapitel („Das Wunder seines Hörens“) und der entsprechende
Filmausschnitt, in dem Elias als Kind auf einem Stein liegend von seinem
Hörerlebnis überwältigt wird, bieten sich zunächst als zwei zentrale Stellen
des jeweiligen Medientextes ,von selbst’ für eine Behandlung im Unterricht an.
Vor dem Hintergrund der Künstlerproblematik ist diese Szene zudem als
Initiation des Protagonisten in die Geheimnisse seines Genies auf dem Feld seines ,Künstlersinnes’ zu verstehen, als Durchbruch bzw.
zweite Geburt als Künstler. Die ausgewählte Stelle ist außerdem gut dazu
geeignet, die Ss die verschiedenen darstellerischen Möglichkeiten und Grenzen
der beiden Vergleichsmedien entdecken zu lassen. Die Darstellung des
überwältigenden synästhetischen Hörerlebnisses des Elias erfolgt in dem Roman
u.a. durch die rhetorischen Mittel der Akkumulation, also der Worthäufung, und
der Synästhesie. Der Film verwendet an dieser Stelle die Montage, die
Überblendungstechnik und akustische Effekte sowie Musik. Die Darstellungsweisen
sind hier jeweils typisch für das Medium, das sich
ihrer bedient; dies eröffnet den Ss die Gelegenheit, die unterschiedlichen
Wirkungsweisen von Film und Literatur sowie deren Ursachen zu verstehen.
In der
Unterrichtspraxis soll diese Erkenntnis in einem Dreischritt erreicht werden:
Zunächst wird den Ss der Textauszug vorgelesen, wobei sie die Augen schließen
und auf ihre Imaginationen achten sollen. Anschließend wird untersucht, welche
Bilder hervorgerufen worden sind und welche Wirkung davon ausgegangen ist, um
daraufhin die Erzählmittel, mit denen der Text diese Wirkung erzielt,
aufzudecken. Im zweiten Schritt wird den Ss der Ton der Filmszene (ohne Bild!)
vorgespielt. Sie vergleichen ihre inneren Bilder und deren Wirkungen mit den
durch den Text evozierten. Abschließend wird die Filmszene inkl. Bild und Ton
angeschaut; die Ss vergleichen ihren inneren Film mit dem tatsächlichen und
äußern ggf., inwiefern das Gesehene ihren Antizipationen entsprach. Im
Anschluss an diese Phase erfolgt die eigentliche Analyse der Filmsequenz, in
deren Mittelpunkt eine Untersuchung der für die filmische Umsetzung
essentiellen Mittel der Montagetechnik
stehen soll. Mit Hilfe der Montagetechnik wird das Hörerlebnis des Elias im
Film als synästhetisches Erlebnis auditiv und
visuell gestaltet, wird neben der Ausgestaltung mit den Mitteln der Tontechnik
(Musik, Geräusche und deren Verstärkung) gleichsam in ein beeindruckendes
visuelles Wahrnehmungserlebnis transformiert. In rascher Folge erscheinen
Bilder und Geräusche, die das Leben des Elias prägen und in denen vier
Erzählstränge zusammenwirken und sich gegenseitig überlagern: Elias‘ auf dem
Stein und seine (zweite) Geburt als Künstler, Elsbeths Geburt, Naturdarstellung
und Elias‘ Freund Peter, der das Geschehen von einem Hügel aus beobachtet. Eine
Analyse der Sequenz ermöglicht die exemplarische Untersuchung einer Vielzahl
filmischer Mittel und deren Wirkung, so beispielsweise Assoziationsmontage,
Parallelmontage, Analogmontage, Überblendung und Jump
cut sowie der Wechsel von einer auktorialen
Perspektive in die subjektive Innensicht einer Person (Mindscreen).
Die im Rahmen der Analyse herausgearbeiteten filmischen Mittel und deren
Wirkung können sowohl mit den narrativen Mitteln der literarischen Vorlage
verglichen als auch in einem nächsten Schritt produktiv im Sinne einer Anwendungs- und Transferphase nutzbar gemacht werden.
Der von uns zu
diesem Zweck ausgewählte Romanauszug, die Schaffenskrise Grenouilles,
aus dem Werk der Postmoderne „Das Parfum“ eignet sich insofern zur
produktionsorientierten Absicherung und Erprobung der Lerninhalte, als der
Roman den (fiktiven J) Ss zunächst
aus der 11/1 als Bildungs- und Künstlerroman bekannt ist. Der Roman und die
gewählte Textstelle schließen in Inhalt und Stilmittel an wichtige Momente der
literarischen und filmischen Darstellung des „Hörwunders“ in „Schlafes Bruder“
an: Beide Werke zeichnen die Lebens- und Schaffensgeschichte zweier
Hochbegabter und zugleich gesellschaftlich Geächteter nach. Sowohl Grenouilles als auch Elias verfügen über die Möglichkeit,
die Welt mit in unserem Kulturkreis gering geachteten Sinnen wahrzunehmen.
Gerade diese andere Weltwahrnehmung der Protagonisten kann im Unterricht im
Sinne einer kreativen Herausforderung für die Ss nutzbar gemacht werden.
Als
Erzählstrang der Montage bietet sich zunächst die Darstellung der olfaktorischen Weltwahrnehmung an. Als weitere Elemente
wären denkbar: die Darstellung des körperlichen Verfalls, der Wendepunkt durch
die Information über weitere Destillationsverfahren, die nicht in sozialer
Beziehung stehende und doch rettende Person Baldini,
sowie die Darstellung der Stimmungslandschaft anhand der Zerstörung der
Werkstatt Baldinis durch eine Flutkatastrophe.
Hinzugefügt werden könnten von den Ss weitere
symbolträchtige Darstellungen, z.B. die vier Elemente als Sinnbild für das
Existentielle.
Aus den
Kontextdaten der Romanhandlung könnten weiterhin nutzbar gemacht werden: die
Ablehnung durch die Mutter, das Scheitern der sozialen Bindungen und die
fehlende Möglichkeit der Konservation von Gerüchen als auslösendes Moment der
Krise.
V. Ziele
Die
SchülerInnen sollen...
1.
... die Umsetzung von
Schrift- in Bildtext als Interpretation einer literarischen Vorlage erkennen,
indem sie ihre verschiedenen Imaginationen versprachlichen.
2.
... den Film als eine
mögliche Interpretation der literarischen Vorlage und als Teil der Rezeptionsgeschichte
begreifen.
3.
... die unterschiedlichen Wirkungsweisen von Literatur und
Film erfahren sowie als Ursache dafür die verschiedenen Darstellungsmittel
dieser Medien erkennen, indem sie die Wirkung ihrer Imaginationen im Vergleich
zum Film diskutieren und die für die Unterschiede verantwortlichen
Darstellungsmittel herausarbeiten.
4.
... die Montage als wesentliches Mittel der
filmischen Umsetzung der literarischen Vorlage erkennen und dabei die einzelnen
Elemente der Montage bzw. die verschiedenen Erzählstränge unterscheiden und
deren Zusammenwirken bei der Inszenierung von Raum und Zeit begreifen (Elsbeths
Geburt, Elias auf dem Stein, Naturdarstellung, Peter als Beobachter, Musik /
Geräusche).
5.
... die verschiedenen Montagetechniken erkennen (z.B. Überblendung,
Jump cut,
Assoziationsmontage, Parallelmontage, Analogmontage) und deren Funktion bzw.
Wirkung in der konkreten Filmsequenz verstehen.
6.
.... erkennen, wie das Hörwunder des Elias mit
Hilfe der Montage als synästhetisches Erlebnis auditiv und visuell gestaltet wird bzw. wie die Worte der literarischen
Vorlage in Bilder und Klang umgesetzt werden. Sie begreifen, dass das Hörwunder
des Elias nicht nur auditiv, d.h. durch Musik, Geräusche und deren Verstärkung,
sondern insbesondere auch durch die Transformation des Hör-Erlebnisses in ein
visuelles Wahrnehmungserlebnis dargestellt wird.
7.
... durch den Vergleich beider Künstlerromane anhand
ausgewählter Textstellen die Symbole Natur (4 Elemente), körperlicher
Verfall/Metamorphose, Geburt/Überwindung der Todesbedrohung in ihrer Funktion
für die erzählte Handlung (Geburt eines Künstlers/neue Schaffensmöglichkeiten)
erkennen. Zugleich sollen hierdurch Ideen für eine filmische Umsetzung anhand
der Montagetechnik eröffnet werden.
8.
... durch die Entwicklung eines Storyboards
die zentralen Elemente der Darstellung des Hörwunders wiederholen, die Symbole
durch einen neuen Stoff selbstständig einsetzen lernen und durch das Mittel der
Montage deren Narrationsmöglichkeiten durch die
Vernetzung der Bedeutungsgehalte (wieder)erkennen und selbstständig erproben.
Weitere Stilmittel des Films (Film, Akustik) können hierbei eingesetzt und in
ihrer Wirkung überprüft werden. Hierbei ist binnendifferenziertes
Arbeiten möglich: Schwächere Ss können eine Adaption der filmischen Gestaltung
in „Schlafes Bruder“ vornehmen, kreativere Ss eine eigene Komposition schaffen.
9.
... durch die vergleichende Diskussion der Ss-Produkte unterschiedliche Konzepte der filmischen
Umsetzung im Hinblick auf Symbole, Stilmittel, Montagetechnik, Schnitt und
Akustik sowie ihr Wissen um deren Wirkung vertiefen. Erneut sollen sie die
jeweiligen Kreationen als verschiedene Interpretationen einer literarischen
Vorlage wiedererkennen.
VI. Verlaufsplanung
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Sequenzen |
Verlaufsplanung
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Sozialform |
Unterrichtsschritte |
Materialien |
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Imaginationen
zur Textvorlage und Analyse der narrativen Mittel (2 Ustd.) |
LV/EA UG EA UG |
Thema: Das ,Hörwunder’ in der literarischen VorlageImaginationen
zum Text ▪ L liest den Textauszug vor (2mal); S schließen die Augen und
visualisieren das Gehörte innerlich ▪ S berichten von ihren inneren
Bildern; L sammelt zentrale (innere) Bildelemente sowie deren Wirkung in
zusammenfassender Form an der Tafel zu erwartende Antworten: anders als
der Film, der in der ,Hörwunder’-Szene durch eine
eher ästhetisierende Bildgestaltung gekennzeichnet ist, bedient sich der
Roman an der betreffenden Stelle eher einer ,Ästhetik des Hässlichen’; gerade
die Passage, die die körperliche Metamorphose des Elias beschreibt, dürfte
bei den S düstere bis abstoßend-ekelerregende
Bilder evozieren. Außerdem werden die Imaginationen sicher z.T. chaotisch und
wirr sein, u.U. sehr detailreich (entsprechend der
Intention des Textes, eine durch Übersensibilität des Gehörs erzeugte
überwältigende Reizüberflutung darzustellen). Untersuchung
der Sprache des Textes ▪ S erhalten die Textvorlage; sollen in
EA sprachliche Auffälligkeiten herausarbeiten ▪ Lf: Welche Mittel sind für die
erzielten Wirkungen verantwortlich?; Einführung der Fachbegriffe
„Akkumulation“, „Synästhesie“ als Bestätigung der Beobachtungen der S |
Text: R. Schneider: Schlafes Bruder, S. 34-39 |
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Analyse der
filmischen Gestaltung des „Hörwunders“ durch das Mittel der Montage ( 3-4 Ustd.) |
EA UG EA SB / UG EA SB / UG Arbeitsteilige GA Arbeitsteilige GA SV, UG EA (arbeitsteilig nach a und b) UG |
Thema: Das ,Hörwunder’ in der filmischen Umsetzung1. Erste Präsentation der Filmsequenz Nachdem in der vergangenen Stunde die
literarische Vorlage der Szene untersucht wurde, wird nun die Filmsequenz ein
erstes Mal eingesetzt. Die Vertonung der
Filmsequenz ▪ Filmsprachliche Segmentierung: S hören Ton der
Filmszene und versprachlichen ihre Hörerlebnisse ▪ Besprechung des Gehörten,
Überlegungen zum Spannungsaufbau und Vergleich mit den inneren Filmen der Ss Präsentation der Filmsequenz Nachdem der Spannungsaufbau durch die
Akustik erschlossen wurde, wird nun die Filmsequenz als Ganzes präsentiert. Beobachtungsaufträge: a) Eindrücke und Auffälligkeiten
notieren b) Unterschiede zur literarischen
Vorlage und den Ss-Imaginationen 2.
Sammelphase: Die ersten Eindrücke und Ergebnisse
der Sch. werden entsprechend den Beobachtungsaufträgen in einem Tafelbild
gesammelt. Die Montagetechnik wird
als wesentliches Charakteristikum der filmischen Umsetzung herausgearbeitet. 3.
Zweite Präsentation der Filmsequenz: Beobachtungsauftrag: Welche verschiedenen Erzählstränge
bzw. Elemente werden in der Hörwunder-Szene durch Montage zusammengefügt? 4.
Sicherung der Zwischenergebnisse: Das Tafelbild wird um die Elemente
der Montage ergänzt: die Geburt Elsbeths, Elias auf dem Stein, die Naturdarstellung,
Peter als Beobachter. 5.
Dritte Präsentation der Filmsequenz: Die Sch. werden entsprechend den
Elementen der Montage / Erzählsträngen in Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe
beobachtet „ihren“ Erzählstrang und macht Notizen: a) zum Handlungsverlauf b) zu den filmischen Mitteln c) zur Wirkung 6.
Analyse der einzelnen
Handlungsstränge in den jeweiligen Gruppen: Die Sch. tauschen nun ihre Beobachtungen in den Gruppen aus und bereiten eine Präsentation ihrer Ergebnisse auf Folie vor. Sie erhalten die entsprechenden Fachbegriffe als Handout und haben während dieser Phase die Möglichkeit, die Filmsequenz bei Bedarf einzusehen. 7.
Präsentation der Ergebnisse der
arbeitsteiligen Detailanalyse: Jeweils ein/e Sch. präsentiert die
Arbeitsergebnisse der Gruppe. 8.
Erneute Schau der Sequenz zur
Beobachtung der Schnitttechnik: Beobachtungsauftrag: a) Komposition der Erzählstränge b) Länge der Sequenzen 9.
Zusammenführung der Ergebnisse:
Die Bildsprache der Hörwunder-Szene (=> z.T. mit Einfrieren) Sämtliche Geräusche, die sein Leben
prägen, werden für Elias hörbar (z.B. Orgel, Schreie, Wasser). Neben der
Geräuschverstärkung (brodelndes Wasser, Wassertropfen, knackende Halme,
Tiergeräusche, Insekten, knarrende Tür) wird Elias‘ Hörerlebnis auch in ein
visuelles (Wahrnehmungs-) Erlebnis transformiert: ▪ Blick auf Elias aus der
Vogelperspektive (zunächst legitimiert durch den Blick seines Freundes vom
Hügel aus), dann Wechsel in die extreme Vogelperspektive (Assoziation:
Betrachter aus dem Universum); ab jetzt ändert sich die Erzählweise der Kamera
radikal (wahrnehmungstechnisch unmögliche Positionen und Bewegungen) ▪ Kamerafahrt (Flug dicht über das
Wasser) ▪ Rotfärbung des Himmels (Assoziation
Blut), bedrohliche Verdunklung des Himmels ▪ Wechsel von Tag und Nacht (Wolken im
Zeitraffer) ▪ Kreisen der Kamera um Elias, dann um
sein Ohr (Detail) ▪ Blitzlichtartige Bilder
(Wahrnehmungsfetzen) ▪ Jump cuts
(schnelle, sprunghafte Schnitte) ▪ Überblendungen ▪ Wechsel aus der auktorialen Sicht
(Blicke auf Elias) in die subjektive Innensicht / Mindscreen
(veränderte Wahrnehmung) ▪ Herzschlag bestimmt Bildrhythmus ▪ Assoziationsmontage: Blick auf das
Fenster, hinter dem Elsbeth geboren wird ▪ Parallelmontage: Elias auf dem Stein,
Elsbeths Geburt ▪ Analogmontage (Zeitsprung): die
neugeborene Elsbeth auf dem Arm der sich drehenden Amme / die sich drehende
erwachsene Elsbeth HA:
Vergleichende Analyse des ‚Hörwunders’ in „Schlafes Bruder“ und der
Schaffenskrise Grenouilles im „Parfum“ |
Filmsequenz: „Das Hörwunder“ Tafel Filmsequenz Tafel Filmsequenz Filmsequenz; Zusammenstellung von Fachbegriffen zu
Montagetechnik und Tontechnik Folie / OHP Filmsequenz Textauszug (AB 1) Parfum und
Vergleichstabelle (AB 2) |
||||
|
Anwendung
der filmischen Montagetechnik: Entwicklung
eines Storyboards zur Schaffenskrise Grenouilles im Roman „Das Parfum“ (3-4 Ustd.) |
UG EA UG EA |
Thema : Vergleich der Künstlerromane anhand einer ausgewählten Textstelle Vergleichende
Analyse des ‚Hörwunders’ in „Schlafes Bruder“ und der Schaffenskrise Grenouilles im „Parfum“ [antizipierte Ergebnisse] vgl.
AB 2 Gemeinsam
formuliertes Resümee [antizipierte Ergebnisse] ▪ Das Hörwunder und die Schaffenskrise
stellen die Geburt des Künstlers auf einer neuen Ebene dar ▪ neue Wege der
Entwicklung/Perfektionierung werden eröffnet → Arbeitsauftrag: Kurze Notizen,
welche Symbole zur Darstellung der Geburt/der neuen Ebene des Schaffens
genutzt werden → Sammeln der Ergebnisse im Tf: [antizipierte Ergebnisse] ▪ Stimmungslandschaft: Naturgewalt, 4
Elemente ▪ Körperlicher Verfall/Metamorphose ▪ Geburt / Überwindung der
Todesbedrohung HA:
Ideensammlung durch Mindmap zu einer möglichen filmischen Umsetzung der
Schaffenskrise im Parfum |
Textauszug
(AB 1) Parfum und Vergleichstabelle (AB 2) |
||||
|
LV oder Ss-Referat GA Ggf. HA |
Thema: Entwicklung eines Storyboards→ Prinzip und Verfahren zur
Entwicklung eines Storyboards → Entwicklung eines Storyboards;
Vorbereitung der Präsentation auf Pappen [evt. binnendifferenzierte
Arbeit möglich: schwächere Ss können eine Adaption der filmischen Gestaltung
in Schlafes Bruder vornehmen; stärkere/kreativere Ss eine eigene Komposition
schaffen] [antizipierte Ergebnisse] ▪ Arbeit mit den Symbolen/Stilmitteln
der Stimmungslandschaft, der Darstellung von Körpern und der Geburt ▪ Anwendung der Montagetechnik zur Narration; Vernetzung der Bedeutungsgehalte ▪ Nutzen der Mittel Schnitt und ggf.
Akustik zur Spannungssteigerung hin zum Wendepunkt der Schaffenskrise → Fertigstellen der Storyboards und Vorbereitung auf die Präsentation |
Vgl.
AB 3 auf Folie Vgl.
AB 3 auf A3-Kopien |
|||||
|
SV und UG |
Thema: Präsentation und Diskussion der verschiedenen gestalterischen Umsetzungen→ Präsentation der Ss-Produkte
und vergleichende Diskussion [antizipierte Ergebnisse] ▪ Konzepte der filmischen Umsetzung in
Hinblick auf Symbole / Stilmittel, Montagetechnik, Schnitt und ggf. Akustik ▪ Verschiedene Interpretationen des
Stoffes durch die filmische Darstellung ▪ Wirkungsvergleich [→ ggf. ist im Anschluss ein
gemeinsamer Kinobesuch des Films zum Roman möglich, wenn dieser zu dem
Zeitpunkt der UE fertiggestellt sein sollte;
Hierbei kann die vergleichende Besprechung des professionellen Produktes mit den
Ss-Produktionen sowie die filmische Gestaltung
insgesamt Analyseschwerpunkt sein.] |
Vgl.
AB 3 auf A3-Kopien; von Ss bearbeitet |
|||||
VII. Materialien
Anhang 1: AB 0: Textauszug „Das
Hörwunder in Schlafes Bruder“
Anhang 2: Hilfsmittel: Fachbegriffe zu
„Montage / Schnitt“
Anhang 3:
Hilfsmittel: Fachbegriffe zu „Ton: Musik, Sprache, Geräusche“
Anhang 4: AB
1: Textauszug „Die Schaffenskrise Grenouilles im
Parfum“
Anhang 5: AB 2: Vergleich zweier
Künstlerromane
Anhang 6: AB 3: Entwicklung eines Storyboards
Anhang 1:
AB 0: Textauszug „Das Hörwunder in Schlafes Bruder“
|
Akustische
Klammer |
Zwei oder
mehrere Einstellungen werden durch Musik oder/und Geräusche / Ton miteinander
verbunden |
|
Assoziationsmontage;
auch: Kollisionsmontage |
Assoziation
einer Filmaussage durch Gegenüberstellung konträrer Einstellungen |
|
Blende |
Einstellung,
einzelne Szene; Schnitt |
|
Continuity-System; auch:
erzählende Montage / unsichtbarer Schnitt |
Illusion
eines ununterbrochenen Geschehensflusses durch Vermeidung von kontrastiven
Schnitten, Betonung von Ähnlichem in der Ausstattung, im Ton und durch
gedanklich-inhaltliche Verknüpfung |
|
Crosscutting |
Wiederholter
Wechsel beim Schnitt zwischen verschiedenen Filmstreifen |
|
Cutaway |
Von der Haupthandlung wegführender Zwischenschnitt
|
|
Cutback |
Zwischenschnitt,
der nach einer Episode in die Zentralblende zurückführt |
|
Cutin, -out |
Schnitt, der
in die oder aus der Zentralblende führt |
|
Establishing Shot |
Einführungsaufnahme,
häufig Panorama; Funktion: Schilderung, Kennzeichnung des Milieus und des
Handlungsortes |
|
Harter
Schnitt |
Einstellungswechsel
ohne jeden Übergang, häufig kontrastiv |
|
Jump cut |
Deutlicher
Schnitt aus einer kontinuierlich ablaufenden Sequenz |
|
Kontrastmontage |
Kombination
gegensätzlicher Einstellungen; Funktion: Stellungnahme |
|
Matchcut;
auch: Analogmontage |
Verknüpfung
zweier Szenen durch Übernahme bestimmter Ausstattungs- oder anderer Details; Funktion:
Überbrückung von Kontrasten in Raum und Zeit |
|
Mindscreen |
Rück-,
Zwischen- oder Vorausblende, häufig farblich anders gestaltet als
Hauptsequenz; Funktion wie Gedankenspiegelung in der Literatur; Sepia |
|
Montage |
Handwerkliches
Zusammenschneiden der einzelnen Szenen am „Schneidetisch“ |
|
Parallelmontage |
Wechselnder
Zusammenschnitt getrennt ablaufender Handlungen |
|
Rückblende |
Eingeblendete
Szene (Bild); Funktion: Rückgriff auf vorhergegangene Ereignisse |
|
Screwball |
Schnell wechselnder
Schnitt (Schuss - Gegenschuss) |
|
Sepia |
Bräunliche,
einfarbige Färbung des Bilds, des Films (Ableitung: Sepia = Tintenfischart,
deren Farbabsonderung zur Kolorierung verwendet wurde) |
|
Splitscreen |
In zwei oder
mehrere Teile gespaltene Leinwand / Monitor |
|
Still |
Unbewegtes
Bild (aus einer Einstellung) |
|
Überblendung |
1.
Montage, in der eine Blende in die nächste übergeht und so
ein „weicher“ Schnitt entsteht 2. Überlagerung
zweier ähnlicher Motive zur Herstellung eines „unsichtbaren“ Schnitts |
|
Wischblende |
1.
Verfahren zur Trennung von zwei Einstellungen: Die
folgende Einstellung „schiebt“ die vorherige von der Leinwand und ersetzt
diese in kontinuierlicher Folge 2.
Funktioniert wie ein Reißschwenk: Durch die
Geschwindigkeit der Kamerabewegung bleibt die Aufnahme unscharf, sie
„verwischt“ |
Atmosphäre
|
durch Geräuschkulisse
|
Effektgeräusche
|
Vor allem in
jüngerer Zeit verwendetes Darstellungsmittel, um punktuell besondere Aufmerksamkeit
beim Zuschauer zu erregen: z.B. Spannung durch leise Schritte; Symbolisierung
von Meerestiefe durch Wal“gesänge“ |
Finale
|
Ausklang des
Films, der das Geschehen symbolisch zusammenfasst, kommentiert |
Hörraum
|
Zusammenklang
aller tongebenden Elemente (Musik, Sprache,
Geräusche) zu einem akustischen Ereignis |
Inserts
|
Sprachersatz;
Off-Ton durch Schrifteinblendungen zur zusätzlichen Information z.B. für
Hörbehinderte, Übersetzungen aus dem O-Ton |
Leitmotiv
|
Das
Geschehen charakterisierendes, zusammenfassendes musikalisches Motiv, dem
sich auch szenisch abhängige musikalische Einzelstücke zuordnen lassen;
Soundtrack |
Musikalische Imitation
|
Vor allem
Kampf-, Wetter-, Liebes- oder ähnliche Szenen werden nicht mit natürlichen
Geräuschen wiedergegeben, sondern durch Musik umschrieben, charakterisiert |
On-, Off-Ton
|
Ton, innerhalb oder außerhalb der Szene
|
O-Ton
|
Originalton,
keine Synchronisation; Abkürzung OmU = Original mit Untertiteln |
Synchronität
|
Zeitgenaue, gleichzeitige Wiedergabe von Bild und Ton
|
Titelmusik
|
Lautliche
Untermalung eines Films, meist der Einleitung; häufig ähnlich einer
Opernouvertüre, in der das musikalische Thema vorgestellt wird |
Voice over
|
Kommentierende Erzählerstimme als Off-Ton
|
Anhang 4:
AB 1:
Textauszug „Die Schaffenskrise Grenouilles im Parfum“
„Das Parfum – die Geschichte eines Mörders“ erzählt die Lebensgeschichte Jean-Baptist Grenouilles. Die Hauptfigur, von Geburt an mit einer besonderen Gabe des Riechens ausgestattet, wird geboren im Pariser Armenviertel im achtzehnten Jahrhundert. Seine Mutter stirbt bei der Geburt des Kindes und so wächst Grenouille bei Ammen als Waisenkind auf. Früh wird er in eine Lehre bei dem Gerbermeister Grimal geschickt. Hier zeichnet er sich dadurch aus, niemals krank zu werden und allen lebensbedrohlichen Situationen mit bester Gesundheit zu trotzen. Grenouille ist von Geburt an Einzelgänger. Während er seinen Mitmenschen höchst unheimlich erscheint, ist er selbst nicht an Beziehungen zu anderen interessiert. Seine gesamte Aufmerksamkeit gilt den Gerüchen und der Erforschung dieser. Schließlich gelingt es ihm, eine Ausbildung bei dem Parfumeur Baldini Paris anzutreten. Hier kann er seine Begabung ausbauen und erlernt die Kunst der Gewinnung (Konservation) und Herstellung von Düften. Während Baldini sein Handwerk nur nutzt, um teure Parfums an den Adel zu verkaufen, hat Grenouilles nur ein Ziel: Er will den Duft von Jungfrauen konservieren.
Anhang 5: AB 2: Vergleich zweier Künstlerromane [mit
antizipierten Lerninhalten]
Arbeitsauftrag:
Vergleichen Sie das ‚Hörwunder’ in „Schlafes Bruder“ mit der Schaffenskrise Grenouilles in dem Künstlerroman „Das Parfum“ inhaltlich.
Wenn Ihnen das Gesamtwerk bekannt ist, gehen Sie hierbei auch über den
vorliegenden Textauszug hinaus.
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Vergleichspunkte |
Schlafes
Bruder |
Das
Parfum |
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Gesamtroman
Der Künstler und seine Herkunft |
► Elias ► ungewolltes
Kind; Ablehnung durch die Mutter ► verarmtes
Bauerkind |
► Grenouilles ► ungewolltes
Kind; Ablehnung durch die und Verlust der Mutter ► Kind aus
Armenviertel Paris |
||
|
Der Künstler und seine Begabung |
► angeborene Gabe: Hören ► keine Förderung; Autodidakt |
► angeborene Gabe: Riechen ► keine Förderung; Autodidakt |
|||
|
Verhältnis des Künstlers zu seiner
Umwelt und seinen Mitmenschen |
► Weltwahrnehmung über das Gehör ► ausschließliches Interesse gilt der
Musik ► Scheitern der sozialen Beziehungen ► fehlende „Bodenständigkeit“ |
► Weltwahrnehmung über den Geruch ►
ausschließliches Interesse gilt den Gerüchen ► kein
Interesse an sozialen Beziehungen; bleibt bis zum Ende „asozial“ |
|||
|
|
Textauszug
Auslöser der Krise |
►
Erkenntnis/Glaube, dass er nie wirklich geliebt hat |
► Fehlende
Möglichkeit der Konversation von Gerüchen (Ziel-Geruch von Jungfrauen) |
||
|
Darstellung der körperlichen
Verfasstheit |
►
Metamorphose => blutende Augen, Ohren, Wechsel der Augenfarbe, Krämpfe
(Film), Samenguss, Herausfallen der Zähne (Buch) ►
Veränderungen nur für die Szene (Film); Veränderungen bleibend (Buch) |
► erst:
Krankheit, körperlicher Verfall => rote Pusteln/Bläschen; Wasser, Eiter
und Blut quellen heraus (Syphilis, schwarze Blattern, Masern) ► Genesung, Abheilen der Wunden |
|||
|
Bedrohung in der Schilderung der
Szene |
►
Naturgewalten (aufbrausender, verfärbter Himmel),... ► körperliche
Veränderung => Metamorphose, Verfall (Buch) ► Musik |
► drohender Tod; körperlicher Verfall |
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Der Wendepunkt |
► Geburt von
Elsbeth (Muse) |
► Information
über weitere Destillationsverfahren => Hoffnung für künstlerisches Ziel |
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Beobachter/Helfer |
► Peter als Beobachter
außerhalb des Geschehens; Bewunderer |
► Baldini als Nutznießer den Begabungen Grenouilles
=> gibt lebensrettende Information |
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Darstellung der Landschaft |
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Naturgewalten (Erde, Himmel, Wasser) => bedrohlich, Zeitlupe, Ausschnittsvergrößerung) |
► Zerstörung der alten Wirkungsstätte
durch Flutkatastrophe |
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Skizze |
1. |
2. |
3. |
4. |
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6. |
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Ort/Zeit (Drehort, Setdesign,, Tageszeit, mise-en-scène,..) |
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Einstellung
/ Handlung (Inhalt, Figuren, Geschehen,..) |
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Kamera |
Einstellungsgröße
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Perspektive |
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Bewegung |
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Weiteres (Stativ,
Handkamera,..) |
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Geräusch/Musik |
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Sprache (Dialog, Kommentar) |
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Schnitt (Montage, Rück-/Vorblende,
hart/weich,..) |
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Dauer in
Sek. |
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VIII. Literatur
Schneider,
Robert: Schlafes Bruder. Leipzig 1992
Süskind,
Patrick: Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders. Zürich, 1985, Kaptitel 19-22
Vliesmaier,
Joseph: Schlafes Bruder; verfilmt nach dem Roman Schlafes Bruder von Robert
Schneider. 1995
Bessen,
Josef: Aspekte der (Spiel)-Filmanalyse. In: Friedrich Jahresheft 1997, S. 11
Erlach,
Dieter/ Schurf, Bernd (Hrsg.): Literaturverfilmung:
Adaption oder Kreation? Kursthemen Deutsch. Erarbeitet von Engelbert Kötter und
Andrea Wegener. Berlin 2001
Erlach,
Dieter/ Schurf, Bernd (Hrsg.): Literaturverfilmung:
Adaption oder Kreation? Handbuch für den Unterricht. Kursthemen Deutsch.
Erarbeitet von Engelbert Kötter und Andrea Wegener. Berlin 2002
Hicketier,
Knut: Filmsprache und Filmanalyse. In: Der Deutschunterricht 33 (1981). S. 6-27