Schüleraktivierende Methoden (Lehr- und Lernformen) D. Homberger, Bochum
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Verfahren |
Beschreibung |
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„Blitzlicht“ |
Reihum muss sich jeder
Teilnehmer kurz zum anstehenden Problem / Thema äußern; kein Kommentar; evtl.
Mitschrift eines Leiters für Auswertung. |
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Brainstorming |
ca. 7 Personen äußern sich
ca. 15-30 Minuten zu einem Problem/Thema; Quantität geht hierbei vor
Qualität! Kritik oder Kommentare sind nicht zugelassen. Ein (oder mehrere) Protokollführer
notiert mit Þ Auswertung |
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Cluster |
Hauptthema in der Mitte
eingerahmt; davon abzweigend wird alles aufgeschrieben, was spontan einfällt,
und ebenso eingerahmt; nach dem ersten Gedankenfluss Anregung zu
Assoziationsketten suchen. |
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Collage |
Mehrere Materialien / Texte
zu einer Gesamtaussage zusammenfügen. |
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Der „heiße Stuhl“ |
Ein Vertreter mit extremer
Meinung wird durch 3-6 Kontrahenten befragt. |
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Expertengespräch |
Je ein Experte aus Gruppen
mit kontroverser Meinung führen Gespräch mit dem
Ziel, die Zuhörer auf ihre Seite zu ziehen. Möglichkeit der Trennung in
„Theoretiker“ und „Experimentatoren“ / „Schriftsteller“ und „Kritiker“. |
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„Fishbowl“ |
Ein innerer Stuhlkreis
diskutiert ein Thema / Problem; ein Stuhl bleibt für einen Gast frei (nur 1
Redebeitrag!). Die übrigen der Lerngruppe sind krit.
Zuhörer. |
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Freiarbeit |
In festen Freiarbeits-Std. können S. nach einem Planungsgespräch
mit dem L. aus einem größeren Angebot von Themen, Materialien feste
Lernaufgaben wählen, individuelle Schwerpunkte setzen und ihr Lerntempo
selbst bestimmen; zu bestimmten Zeiten sind Ergebnisse abzulegen, die der L.
durchsieht und bewertet (Leistungsdifferenzierung). |
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Freie Assoziation |
Zu einem Wort oder
Textsegment (spontan) alle Konnotationen äußern; evtl. nur freiwillige S.,
die dies wollen. Z.B. Einstieg in ein schwieriges Gedicht / ein neues Thema
o. dgl. - „Ideenpool“ bilden |
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Handelndes Lernen an
Übungsstationen |
1. Schritt: L. bringt Karten
für je eine Gruppe mit, auf denen Aufträge formuliert sind, die zu
Aufgabenstellungen anregen. Z.B.: „Lösche aus einem Text an 6 zentralen
Stellen (mit Tip-Ex) die Attribute. Gib diese
Attribute unten an und lasse einsetzen. Schreibe ein Lösungsblatt“. 2. Schritt: S. formulieren
die Aufgaben (PA oder GA). Z.B.: „Setze in die 6 Lücken die unten
aufgeführten Attribute ein. Achte darauf, dass sie in den Kontext passen.“
Die Aufgabenkarten werden auf Stationstische verteilt. 3. Schritt: Die Lerngruppe
kann individuell oder in PA die Aufgaben an den Übungsstationen bearbeiten.
(Differenzierung möglich) 4. Schritt: Selbstkontrolle
an einem Kontrolltisch; evtl. mit Punkteverteilung |
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Interview |
Reales oder simuliertes
Interview zu einem Thema, über das sich die S. selbst nicht im klaren sind; (evtl. Vorbereitung in 2 Gruppen). |
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Kreatives Schreiben |
Text vervollständigen,
Fachtermini in eine thematisch gebundene literarische Produktion einbauen,
Textteile neu arrangieren, konkrete Poesie / Limericks / Kurzgeschichte (zu
einem Rahmenthema) selbst schreiben und überarbeiten. |
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Leserbrief |
Real oder fiktiv zu einem
Thema in Form eines Leserbriefs Stellung nehmen. |
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Materialvorgabe |
Material zu einem Thema wird
unkommentiert ausgebreitet; S. sortieren, kommentieren, entwickeln
Problemstellungen usw. |
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Methode 635 |
Gruppe zu 6 Mitgl. schreibt
je 3 Ideen bzw. Problemlösungen in ca. 5 Min. auf; danach wechseln die
Blätter zum Nachbarn, der ebenfalls in 5 Min. weitere 3 Ideen notiert usw.;
Auswertung in der Gruppe. |
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Modell beschriften |
Nach der Fachtextlektüre
können S. einem Modell bestimmte vorbereitete Ikone / Termini zuordnen. |
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Mind Mapping |
Hauptthema in der Mitte eingerahmt,
davon abzweigend werden auf dicken Linien Hauptgedanken/ Schlüsselwörter in
Großbuchstaben notiert; alle weiteren Einfälle werden in der Nähe der
passenden „Hauptstraße“ mit max. 2 Wörtern festgehalten und mit Strichen
daran angebunden; mit graphischen Mitteln können Akzente gesetzt oder
Reihenfolgen markiert werden. |
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Offener Unterricht |
Bausteine für offenen U.
sind: Morgenkreis, Tagesplan, Planungsarbeit, Wochenplan, s. freie Arbeit und
Projektarbeit |
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Optische Strukturanalyse |
Wesentliche
Textinformationen in ein Flussdiagramm umsetzen (oft sind - je nach
Informationsinteresse - mehrere Möglichkeiten gegeben). |
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Podiumsdiskussion |
Expertengespräch (nach
bestimmten Regeln, z.B. begrenzte Redezeit) vor der Klasse; am Anfang oder Ende
„Statement“ (Kurzreferat). |
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Reportage |
Zu einem Thema / Vorgang
Reportage spontan (vorbereitet) halten; Vergleich der Wiedergabe (Kodierung)
in Rede, Text oder Bildern möglich. |
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Rezension |
Meinung zu einem gelesenen
/ gehörten Text in Form einer Rezension aufschreiben, dabei bestimmte
Intention realisieren. |
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Rezeptives Lernen |
S. arbeiten allein
(Sitzkreis, S. als Gruppenleiter) in 4 Phasen: 1. S. stellen Fragen an einen
Text (ohne Kommentar!), 2. LeiterIn fasst Text kurz
mit eigenen Worten zusammen, 3. Klären von offenen Fragen zum Text, 4.
Vorhersage einer möglichen Fortsetzung durch den Leiter. LehrerIn
protokolliert. |
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Schautafel |
Zu einem Thema können
Collagen, Texte, Zeichnungen, Statistiken, literarische Produktionen u.dgl. auf eine Schautafel gesteckt oder geklebt werden. |
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Schreibgespräch |
S. (-Gruppen) erhalten ein
DIN A4 Blatt mit einem (kontroversen) Thema oder Begriff in der Mitte, zu dem
sie sich schriftliche äußern; Reden ist untersagt. Nach 5 - 10 Minuten werden
die Meinungen / Ideen ausgewertet. |
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Sitzkreis |
S. und L. diskutieren nach
bestimmten Regeln (Diskussionsleiter) |
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Standbilder |
Zentrale Szene in einer
Personengruppierung festhalten: „Regisseur“ stellt das Bild, ohne zu sprechen;
Mimik / Gestik werden vorgemacht. |
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Streitgespräch |
Pro- und Contra-Gespräch
wird in 2 Gruppen (kontroverse Meinungen!) vorbereitet (unter Vorwegnahme der
möglichen gegnerischen Argumente). |
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Ungewohnter Zugang |
S. spielen „Satzglieder“
usw. |
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Verbildlichung |
Zu einem Problem / Thema
eine bildliche (plastische) Darstellung anfertigen. |
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Vorspielen (Szene) /
Rollenspiel |
Textinhalte oder Szenen
vorspielen; dazu: Inszenierungsvorschläge, Rollenbiographien, Requisiten (jeder
S. ein typisches Requisit). |
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Wochenplan |
S. erhalten oder wählen
Aufgaben, die sie nach eigener Zeiteinteilung in einer Woche erledigen. |
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Zeitung erstellen |
Klassenzeitung (zu einem
Thema) mit unterschiedl. Textsorten; evtl. auf PC
formatieren („Neue Informations- und Kommunikationstechnologien“). |
http://homepage.ruhr-uni-bochum.de/Dietrich.Homberger/d-method.htm