Diagnose der Lesekompetenz
A) individuelle Einschätzung durch die Lehrkraft oder
B) durch eine spezifisch angelegte Klassenarbeit
auf Jahrgangsebene oder
C) Erhebung durch gemeinsamen informellen Test auf
Jahrgangsebene
Komplexität des Textes
Vertrautheit der Schülerinnen und Schüler mit dem
Thema des Textes
Deutlichkeit von Hinweisen auf die relevanten
Informationen
Anzahl und Auffälligkeit von ablenkenden Elementen
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Stufen der Lesekompetenz:
Fähigkeit, Aufgaben unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade lösen zu können.
Der Schwierigkeitsgrad einer Aufgabe ist dabei unter anderem abhängig von der
Komplexität des Textes, der Vertrautheit der Schülerinnen und Schüler mit dem
Thema des Textes, der Deutlichkeit von Hinweisen auf die relevanten
Informationen sowie der Anzahl und Auffälligkeit von Elementen, die von den
relevanten Informationen ablenken könnten.
Schülerinnen
und Schüler, sind zum Beispiel in der Lage:
verschiedene, tief eingebettete Informationen
zu lokalisieren und zu organisieren, auch wenn Inhalt und Form des Textes
unvertraut sind und indirekt erschlossen werden muss, welche Informationen für
die Aufgabe relevant sind (Informationen ermitteln);
einen Text mit einem unvertrauten Thema und
Format vollständig und im Detail zu verstehen (textbezogenes Interpretieren);
unter Bezugnahme auf spezialisiertes Wissen
einen Text kritisch zu bewerten oder Hypothesen über Informationen im Text zu
formulieren, auch wenn die relevanten Konzepte den Erwartungen widersprechen
(Reflektieren und Bewerten).
Schülerinnen
und Schüler, sind in der Lage:
Informationen zu identifizieren, die
verschiedene Bedingungen erfüllen, wobei zum Teil Beziehungen zwischen diesen
Informationen erkannt werden müssen und auffällige konkurrierende
Informationen vorhanden sind (Informationen ermitteln);
den Hauptgedanken eines Textes zu erkennen,
eine Beziehung zu verstehen oder die Bedeutung eines Wortes oder Satzes zu
erschließen, auch wenn mehrere Teile des Textes berücksichtigt und integriert
werden müssen (textbezogenes Interpretieren);
Verbindungen zwischen Informationen
herzustellen sowie Informationen zu vergleichen und zu erklären oder bestimmte
Merkmale eines Textes zu bewerten, auch wenn ein genaues Verständnis des Textes
im Verhältnis zu vertrautem Alltagswissen oder eine Bezugnahme auf weniger
verbreitetes Wissen erforderlich ist (Reflektieren und Bewerten).
Schülerinnen
und Schüler, die Kompetenzstufe I erreichen, sind in der Lage:
explizit angegebene Informationen zu
lokalisieren, wenn keine konkurrierenden Informationen im Text vorhanden sind
(Informationen ermitteln);
den Hauptgedanken oder die Intention des
Autors in einem Text über ein vertrautes Thema zu erkennen, wobei der
Hauptgedanke relativ auffällig ist, weil er am Anfang des Textes erscheint oder
wiederholt wird (textbezogenes Interpretieren);
einfache Verbindungen zwischen Informationen aus dem Text und allgemeinem Alltagswissen herzustellen, wobei der Leser ausdrücklich angewiesen ist, relevante Faktoren in der Aufgabe und im Text zu beachten (Reflektieren und Bewerten).
nach:
http://www.mpib-berlin.mpg.de/pisa/
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