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Produktionsorientierter (auch: Zielorientierter) Unterricht ist ein didaktischer Ansatz zum Verstehen bzw. zur Annäherung an literarische Texte.

Inhalt

Überblick

Es handelt sich um „einen methodischen Ansatz, bei dem sich die Schülerinnen und Schüler gestaltend, d. h. weiter- und umschreibend, Textstellen ergänzend, Textmuster imitierend, malend, vertonend und szenisch spielend mit Literatur beschäftigen. Der Ansatz grenzt sich ab von einem Unterricht, der sich auf Lehrervortrag, Unterrichtsgespräch und schriftliche Inhaltsangabe, Charakteristik und Interpretation beschränkt.“

Der Literaturdidaktiker Kaspar H. Spinner in "Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht" (2013), S. 319.

Hauptziel ist das Verstehen eines literarischen Textes. Damit grenzt sich der Ansatz ab vom primären Ziel der Kreativitätsförderung, wie er etwa mit Verfahren in der Schreibdidaktik (Kreatives Schreiben) verfolgt wird. Der Ansatz fußt insbesondere auf der Rezeptionsästhetik.

Im Hauptartikel eines Themenhefts in "Praxis Deutsch" (1994) stellen Haas, Menzel und Spinner unterschiedliche Verfahren des produktionsorientierten Literaturunterrichts vor. Dabei unterscheiden sie folgende Herangehensweisen:

Literatur